Jedes Jahr kooperiert Inwerken zusammen mit der North Dakota State University in Form eines spannenden Projektes von Studierenden und Azubis. 2019 sind die beiden Kooperationspartner im Bereich „IoT“ unterwegs. Ein sehr interessantes Entwicklungsfeld, das viele kreative Aspekte birgt und das Eintauchen in diverse Themen fordert. Bei den gemeinsamen Lernprojekten wird das Lernen mit Spaß verbunden und als positiver Nebeneffekt entsteht ein fertiges Produkt. Das Tochterunternehmen der Inwerken AG „WSN“ erklärte sich dieses Jahr bereit, die Hardware in Form eines Gateways und einigen Sensoren zu sponsern. Das Projekt ermöglicht uns Lernenden neue Erfahrungen im Bereich IoT, JS Frameworks und Node zu sammeln, welche uns auch in der zukünftigen Programmierwelt Vorteile bringen.

Wie funktioniert die Kommunikation im NDSU Projekt?

Zwischen North Dakota und Deutschland liegen etwa 7.000 Kilometer. Trotz der zeitlichen Differenz von 7 Stunden halten wir mit wöchentlichen Skype Meetings sowie data sharing via Slack und Github den Kontakt rund um die Uhr aufrecht. Die Studierenden in North Dakota arbeiten mit der Projektmanagementmethode „Scrum“ und nutzen das Projekt im Zuge ihrer praxisorientierten Abschlussarbeit, die sie am Ende ihres Studiums in der Universität präsentieren.

Was hat das Projekt mit Kanban zu tun?

Die WSN Produktpalette umfasst viele unterschiedliche Sensorarten wie bspw. Temperatur-, Kanban- und Luftfeuchtigkeitssensoren. Am Interessantesten ist für uns dabei der Kanbansensor. Dieser wird in sogenannte Rollenbahnregale eingebaut und wenn eine Kiste herausgenommen wird, meldet der Sensor diese Information an das „Gateway“ – der Knotenpunkt des IoT Systems. Eine bestehende IT-Infrastruktur ist dabei immer eine Grundvoraussetzung.

Das bedeutet im Umkehrschluss einen enormen Aufwand für die Anbindung der Sensoren an größere Systeme (SAP, etc.). Daher ist es auch kompliziert dem Kunden die Funktionen und Möglichkeiten des IoT Systems vorher zu zeigen. Mit unserer Lösung wollen wir diesen Aufwand, auch in Hinblick auf die Kosten, deutlich verringern und ein System schaffen, dass nach dem „Plug n Play“-Prinzip funktioniert und voll einsatzfähig ist.

Unsere eigene IoT Plattform

Wir bauen unsere eigene IoT Plattform auf – und das direkt auf dem Gateway! Unser Ziel ist somit die Entwicklung einer Stand Alone App mit größter Flexibilität und Skalierbarkeit. Die Prozesse der App werden wie folgt abgebildet:

  • Empfangen der Sensor Daten
  • Speichern der Sensor Daten in einer lokalen Datenbank
  • Visualisieren der Sensor Daten in der Web App
  • Zuordnen der Sensor Daten in Gebäude, Abteilungen, Räume und Regale im UI

Basierend auf den neuesten Technologien wie „Node“ und „Angular 7“ wird das Projekt in Form einer Single Page Application mit Live Charts und Diagrammen realisiert. und der App einen bekannten, übersichtlichen Look and Feel geben. Der Unterschied zu einer herkömmlichen Webseite liegt in der Dynamik, der Interaktivität und Schnelligkeit. Die App lässt sich so einfach bedienen wie wir es aus dem App Store bzw. Google Play Store gewohnt sind.

Die Besonderheit der Lösung

Interessant ist das Projekt in dem Aspekt, dass wir hiermit eine Lösung schaffen, mit der eine einfache Installation à la Plug n Play möglich ist. Das heißt Sie brauchen nur ein Gateway und ein paar Sensoren und erhalten damit ein IoT System, mit dem Sie grundlegende Auswertungen und Optimierungsbedarfe Ihrer Materialien direkt ableiten können. Eine aufwendige Installation und Integration in die vorhandene IT-Infrastruktur sind immer verbunden mit Kosten und Risiken. Mit unserem Lösungsansatz verfliegen diese Sorgen.

Wie sieht das Endprodukt aus und wo finde ich es?

Das System wird in naher Zukunft zusammen mit der WSN Produktpalette auf Messen oder an unseren Unternehmensstandorten präsentiert werden. Interessierte können sich hier überzeugen lassen, indem sie die App live erleben und damit interagieren. Entscheidet sich der Kunde für ein System, nimmt er das Gateway und ein paar Sensoren mit. Vor Ort wird nur noch der Stecker in die Steckdose gesteckt und das System ist einsatzbereit.

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